Legal Tech – Das verändert sich im Rechtsmarkt für Kanzleien jeder Größe

Legal Tech – Das verändert sich im Rechtsmarkt

Technologiebasierte Geschäftsmodelle verändern spürbar den Rechtsberatungsmarkt, erleichtern Usern gleichzeitig den Zugang zum Recht und fungieren schon heute als explizite Konkurrenz zu Anwaltskanzleien bestimmten Zuschnitts.

Anwaltsaufgaben:

Immer komplexere Aufgaben werden durch Automatisierung und künstliche Intelligenz von Software übernommen und effektiv gelöst.

Rechtsempfehlungen:

Rechtliche Empfehlungen durch Computerprogramme nach elektronischer Sichtung von Daten sind heute schon möglich und werden ständig perfektioniert.

Festpreis:

Standardisierbare Anwaltsleistungen werden zu einem Festpreis entweder von spezialisierten Dienstleistern oder von den Kanzleien über deren Webseiten vertrieben und per SSL Verschlüsselung direkt im Internet bezahlt.

Low-End-Geschäft:

Anwaltsarbeit wird derzeit – notgedrungen auch in den Kanzleien selbst – durch Technologie revolutioniert.
Immer neue Start-ups außerhalb von Kanzleien schicken sich schon jetzt an, vor allem das Low-End-Geschäft mit seinen vielen standardisierbaren Abläufen zu beherrschen.

Start-Ups:

Mehr als 20 spezialisierte Unternehmen werden in Deutschland jetzt schon als Konkurrenz zur anwaltlichen Dienstleistung wahrgenommen.
Sie verkaufen oder verschenken (vgl. „geblitzt.de“) teilautomatisiert erstellte Rechtsberatungsleistungen oder Teile davon.
Massenhafte Datenauswertungen und -systematisierungen sind die Grundlage dieser elektronischen Rechtsberatungshilfe.

Konkurrenz:

Diese Unternehmen sind jetzt schon eine empfindliche Konkurrenz für kleinere Kanzleien, die sich mit bestimmten Mandaten am Markt positionierten.
Marktkenner schätzen, dass „künftig 90 Prozent der Fallbearbeitung automatsiert wird“.

Wirtschaftsrecht:

Doch greifen sie längst auch schon Boutiquen und Großkanzleien an: Vertragswerke werden technologisch aufbereitet, Due Diligences teilautomatisiert vorbereitet und internationale Verträge an andere Rechtsordnungen automatisch teilangepasst.

Kanzleikultur:

Mandatsbearbeitung und der Umgang mit delegierbarem Material werden sich ändern.
Identifizieren Sie solche Teile von Mandaten, die nicht oder nicht komplett durch Sie persönlich gemacht werden müssen.
Überlegen Sie, wie Sie Abläufe effizient gestalten.
Teilen Sie dem Mandanten mit, welche Vorteile er hat.

Honorarstruktur:

Auch die Honorarstruktur von Boutiquen wird in Mitleidenschaft gezogen.
Unverhandelbare Festpreise werden auch für Unternehmermandanten Angebote. Immer mehr Kanzleien bieten Festpreise über Portale an. Diese verkaufen sie offensiv als „Kostensenkung“.
Ebenso offensiv promoten sie die Notwendigkeit der stundensatzbasierten individuellen Beratung, die „niemals Standard“ ist.

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