Kanzleimarketing und Kooperationen: Neue Verbindungen sind durch Legal Tech möglich und nötig!

Kanzleimarketing und Kooperationen:

In naher Zukunft werden zahlreiche neue Kooperationen von Anwaltskanzleien mit Legal Tech Unternehmen erwartet.
Kanzleien, die ihre Software nicht selbst aufrüsten wollen, werden standardisierbare Teile ihrer Dienstleistungen über die „Cloud“, über eine SSL-Verschlüsselung oder sogar direkt per mail an Startups delegieren, die dieses Material bearbeitet innerhalb kürzester Zeit zu einem Festpreis zurücksenden. Auf der Rechnung wird diese Position zum Beispiel mit „extern bearbeitet“ oder unter der Position „Festpreis“ erscheinen.

Arbeitsabläufe und Delegation verändert

Solche festen Kooperationen werden den Preiskampf befeuern, den Mandantenservice erhöhen, das Handling von Haftungsfragen flexibilisieren und die bisherige Arbeitskultur in Kanzleien komplett verändern: Was bis vor kurzem noch Associates im Hinterzimmer bearbeitet haben, gelangt gar nicht mehr in die Teamsitzungen der Kanzlei, wie ein paar Beispiele zeigen:
Das Legal Tech Start-up Leverton (s. u.) ist eine feste Kooperation mit Freshfields eingegangen: Immobilienwirtschaftliche Due Diligences werden dadurch teil- automatisiert: Mietverträge in Immobilientransaktionen werden ausgewertet, speziell geschulte Anwälte bei Freshfields kontrollieren das Ergebnis und geben es an Leverton weiter. Durch die „selbst lernende Software“ verbessert diese ihre Auswertungen ständig.
Freshfields erwartet von dem Einsatz der Software einen effizienteren und schnelleren Mandantenservice: „Die Kapazitäten unserer Anwälte können zum Nutzen unserer Mandanten noch gezielter eingesetzt werden“, sagt Niko Schultz- Süchting, Partner für Immobilien-M&A bei Freshfields.

Beispiele für neue Kooperation mit Legal Tech Anbietern:

„Die Großkanzlei DLA Piper etwa hat für Transaktionen eine Partnerschaft mit den kanadischen Spezialisten für künstliche Intelligenz „Kira“ geschlossen.
Berwin Leighton Paisner nutzen „Ravn“ für Immobiliendeals, vor einigen Tagen schloss auch Linklaters einen Nutzungsvertrag mit dem britischen Anbieter, dessen Software Dokumente lesen, interpretieren und zusammenfassen können soll.
Mehrere Kanzleien nutzen IBM Watson’s „Ross Intelligence“ als digitalen Rechtsexperten. Der Dienst arbeitet mit vorhandenen Datenbanken und wird mit jeder Korrektur ein bisschen besser.“
Das Greifswalder Start-up Advocado berichtet über seine feste Kooperation mit „EDEKA food service“ und promotet eine Erstberatung zum Lebensmittelrecht (mit Zufriedenheitsgarantie) zum Festpreis von 119 Euro.
Das Anwaltsnetzwerk Apraxa hat sich ebenfalls mit dem Greifswalder Start- up Advocado zusammen geschlossen.

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