Die analoge Reputation einer Kanzlei bedingt ihre digitale Reputation – und umgekehrt!

Reputation online verstärkt Reputation offline – und umgekehrt

Ihre Online-Reputation stützt oder stürzt Ihre „live“-Reputation; im Idealfall sind beide Auftritte kongruent, vermitteln also dieselben Werte: Verlässlichkeit, Punktgenauigkeit, Verständlichkeit, Servicebereitschaft. Sobald einer Ihrer Werte im Internet torpediert wird, auch durch Kleinigkeiten, bekommt auch Ihr „live“-Image Risse. Total unnötig und teuer:

Analoge Reputation:
Einige Anwälte beschädigen ihren Ruf, den sie sich analog gebildet haben (durch Direktkontakte), indem sie ihn digital gleich wieder verscherbeln (nicht auffindbar im Internet).

Digitale Reputation:
Andere Anwälte beschädigen ihren Ruf, den sie sich digital gebildet haben (durch Klasse Webseite, gute Sichtbarkeit im Netz), indem sie ihn analog gleich wieder verscherbeln (katastrophale Live-Begeg- nungen mit Kanzlei und Anwalt).

4. Reputation braucht Multiplikatoren

Reichweite und Sichtbarkeit sind im Internet die Voraussetzung für eine gute Online- Reputation und – daraus folgend – für ein unkapttbares Vertrauen unbekannter Probleminhaber in die Kompetenzen eines Rechtsanwalts.
Multiplikatoren helfen online bei dessen Entwicklung ebenso effizient wie im analogen Leben. Anwaltsverzeichnisse, Bewertungsportale und Rechtberatungsportale gehören dazu, und auch Einzelpersonen können eine gewichtge Rolle spielen:

Influencer und Blogger:
Influencer sind Multiplikatoren im Social Web. Blogger, besonders fachlich spezialisierte Blogger, leiten anwaltliche Inhalte weiter, sofern diese für die Fangemeinde des Bloggers inhaltlich und formell interessant, pointiert oder lustig formuliert und nützlich sind. Textwüsten und plumpe Werbe-Anmache sind unter Bloggern verpönt.
Blogger wollen ihre Fangemeinde mit stets neuen Informationen versorgen. Sie haben also denselben Informations-Bedarf wie Jornalisten in der realen Welt, agieren allerdings flüchtiger, bedeutend schneller, oft viel effizienter und dennoch unverbindlicher.

win-win-win-Situation:
Anwälte trachten danach, Influencer in Facebook oder Google + als „Freund“ oder in Twitter als „Follower“ zu gewinnen, weil der Blogger seine Gemeinde versorgt – und der Anwalt diese Gemeinde gern kennenlernen will. Der eigentliche Nutznießer ist der Follower des Bloggers, denn er erfährt auf diese Weise einiges über einen Anwalt, den er im realen Leben niemals kennen gelernt hätte.

Blogger Relation:
(Fachlich spezialisierte) Influencer haben den engen Draht zu zukünftigen Mandanten aus der vom Anwalt angepeilten Branche oder peergroup.
Influencer brauchen selbst einen Nutzen von der neuen Kooperation zum Anwalt, damit sie die Beiträge des Anwalts weiter verbreiten. Geben Sie daher dem Blogger genau die Informationen und die Unterstützung, die seine Leser brauchen. Seine Währung ist die Anzahl der „Likes“ und „Shares“.

Image:
Verschaffen Sie ihm das Image des immer aktuell und exklusiv informierten Multiplikators (Image: „Der mit dem engen Draht zum Anwalt“).
Binden Sie den Blogger in die eigenen Publikationen ein. Zitieren Sie ihn. Liken und sharen Sie selbst auch seine Beiträge.
Empfehlen Sie ihn. Fragen Sie ihn um Rat. Fragen Sie dann erst ganz offen, was seine Fangemeinde benötigt. Kann sie was anfangen mit kostenlosen updates zur AGB-Aktuali- sierung?

Zeit:
Ein gutes Online-Netzwerk aufzubauen kostet allerdings Zeit. Kontinuität ist nötig. Die Kontakte müssen regelmäßig gepflegt werden.

Bitte weiter lesen:

Kanzleimarketing: Das Kanzleimarketing-Lexikon
Kanzleimarketing News: 14 Neuigkeiten für Ihre Kanzlei
Kanzleistrategie: Ohne Kanzlei-Strategie kein Marketing
Kanzlei-Online-Strategien: Crashkurs und sechs Aufsätze

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.